erkältung tipps

Schnupfen - viel Trinken
- feuchte, nicht überheizte Luft (ideal 18°C)
- Nasenlöcher befeuchten und reinigen/spülen mit Kochsalzlösung
- Zwiebelsäckli übers Bett hängen (löst den Schleim)
- Brust mit schleimlösender Salbe einreiben (z.B. Pulmex Baby ab 6Monate)
- Kopfteil des Bettes leicht erhöhen, damit das Kleinkind besser atmen kann
- mit einer Pipette kann den Kleinkindern das Sekret besser abgesaugt werden
Zimmerluft befeuchten - Zimmer lüften (in der Heizperiode ist die Luft sehr trocken)
- Wäsche zum Trocknen ins Zimmer stellen
- Luftbefeuchter (am besten Kalt - Vernebler, damit grössere Kinder sich nicht am heissen Wasser verbrennen können)
Husten - viel trinken (Wasser, Kräutertee oder schwachen Schwarztee)
- gute Luftbefeuchtung
- Zimmer gut lüften
- Nasenreinigung mit Kochsalzlösung
- Kopf höher lagern
- Bauchlage bei Kleinkindern ab 1Jahr
wichtig: Fieber messen (wenn > 3 Tage konsultieren Sie den Arzt)
Hustensaft wird bei Säuglingen NICHT empfohlen, weil sie die Atmung gefährlich verändern können!!

Dauert der Husten länger als 10 Tage, schläft das Kind sehr schlecht, hat gelblich- grünen Auswurf, atmet pfeiffend und unauffällig oder hat Schmerzen beim Atmen -> gehen Sie zum Arzt!
bei heiserem Husten

das Kind atmet schwer, wirkt verängstigt und hustet wie ein bellender Hund
(Kann eine Kehlkopfentzündung/ Pseudokrupp sein)
Bringen Sie ihr Kind in aufrechter Position ins Badezimmer und lassen Sie heisses Wasser laufen. Setzen Sie sich mit ihrem Kind davor, damit es den Dampf einatmen kann. Die feuchte Luft entlastet die Atemwege und bringt schnell Erleichterung.
Wenn nach 10 bis 15 Minuten keine Besserung eintritt wenden Sie sich an den Arzt.
Fieber

Fieber ist meistens ein Symptom einer Grippe, kann aber auf eine andere Störung hinweisen. Isst ihr Kleinkind, mag es spielen und bewegt sich normal, dann ist eine schlimme Erkrankung eher unwahrscheinlich. Wenn ihr Kleinkind weinerlich ist, nicht essen mag, hustet oder erbricht, dann messen Sie die Körpertemperatur. Am genauesten messen Sie die Temperatur mit einem digitalen Thermometer im After (unter der Achsel bei grösseren Kindern).
Kleinkinder mit Fieber:
Am wichtigsten ist die Flüssigkeitszufuhr, weil ihr Kleinkind schnell Flüssigkeitmangel hat; bieten Sie ihrem Kleinkind häufig zu trinken an: Wasser, Kräuter-/ Kindertee oder Trinklösungen - vermeiden Sie Milch und Fruchtsaft, weil dies zu Erbrechen führen kann.
< 38 Grad (im After gemessen) messen Sie etwas später nochmals
zw. 38 und 38,5 Grad entkleiden Sie ihr Kind, achten auf kühlere Raumtemperatur und decken Sie es nicht zu. Geben Sie ihm häufig zu trinken und beobachten sein Verhalten.
> 38,5 Grad (v.a. bei Kleinkindern < 4Jahren) versuchen Sie zusätzlich das Fieber mit Paracetamol 10mg/kg Körpergewicht (Zäpfchen oder Sirup) zu senken. Messen Sie nach und wiederholen Sie bei bleibendem Fieber nach 4 bis 6 Stunden das Fiebermedikament. Machen Sie kühle Wadenwickel, sog. "Essigsöckli"Gehen Sie sofort zum Arzt wenn:
- ihr Kleinkind bleich und teilnahmslos wirkt
- ihr Kleinkind Hautflecken hat
- ihr Kleinkind stark hustet und sehr schnell atmet
- ihr Kleinkind starkes Halsweh hat und Speichefluss mit keuchender Atmung
- ihr Kleinkind Kopfschmwerzen hat und dabei den Kopf nicht nach vorne beugen kann oder erbricht
Rufen Sie den Arzt an wenn:
- ihr Kleinkind länger als 3 Tage Fieber hat
- ihr Kleinkind vor dem Fieber schon mehrere Tage erkältet war oder hustet
- ihr Kleinkind Halsweh, Ohrenweh, Bauchweh oder Brennen beim Wasserlösen hat.
Bei Säuglingen unter 3 Monaten rufen Sie bei Temperatur > 38,5 Grad sofort den Arzt!
Übrigens: es ist ungefährlich mit einem fiebrigen Kleinkind nach draussen zu gehen, um den Arzt zu konsultieren, dies kann sogar fiebersenkend wirken!
Fieberkrämpfe

treten bei Kleinkindern im Alter von 6 Monaten und 6 Jahren auf.
Sie sehen beängstigend aus, verursachen aber keine Gehirnschäden.
Das Kind verdreht die Augen und wird bewusstlos, weil das Gehirn des Kleinkindes den plötzlichen Temperaturanstieg nicht verkraftet. Der Körper wird dabei schlaff und steiff, die Beine und Arme zucken rhythmisch. Meistens dauern die Krämpfe nur einige Minuten.
Was können Sie tun bei Fieberkrämpfen?

- bleiben Sie ruhig
- schützen Sie ihr Kleinkind vor Verletzungen
- entkleiden Sie ihr Kleinkind und lagern es auf die Seite
- messen Sie ihrem Kleinkind das Fieber und versuchen Sie es zu senken - solange das Kleinkind bewusstlos ist, darf man ihm nichts in den Mund geben!

Wann brauchen Sie den Arzt?
Beim allerersten Fieberkrampf rufen Sie gleich den Arzt an! und falls der Krämpf länger als 10 Minuten dauert rufen Sie den Krankenwagen!
Wenn ihr Kleinkind schon mal Fieberkrämpfe hatte, genügt es innerhalb einiger Stunden den Arzt aufzusuchen.
Ohrenentzündung

Eine Ohrenentzündung kommt bei Kleinkindern oft als Komplikation von Schnupfen und Erkältung vor.
Sie bemerken eine Ohrentzündung v.a. an den Schmerzen. Das Kleinkind weint und reibt sich auffällig oft das Ohr. Fieber muss nicht zwingend vorhanden sein. Säuglinge können mit Durchfall reagieren.
Achten Sie auf Ohrausfluss!
Wenn gelbliches Sekret aus dem Ohr fliesst (im Bett Spuren hinterlässt), dann ist eine Behandlung meistens notwendig. Rufen Sie den Arzt an.
Was sie tun können:
° überwachen Sie das Fieber
° geben Sie ein Fieber- und/ oder ein Schmerzmedikament (ideal Paracetamol, wirkt gegen Fieber und Schmerzen)
° Wärme am Ohr, durch z.B. eine Bettflasche, Rohwolle oder einen Wickel, kann auch Schmerzen lindern
° Kochsalzlösung in die Nase tropfen, sodass es zum Rachen hin abfliesst( Kopf nach hinten gebeugt). Durch diese Reinigung kann der Verbindungskanal zum Ohr geöffnet werden und Entzündungsflüssigkeit vom Mittelohr besser abfliessen. Ins entzündete Ohr selbst, dürfen Sie keine Tropfen oder Watte tun, bevor sie den Arzt gefragt haben!
Benachrichtigen Sie den Arzt sofort, wenn:
- ihr Kleinkind (<2Jahre) bleich und schwach ist
- die Schmerzen heftig und ununterbrochen sind und sich mit Schmerzmittel nicht senken lassen
- wenn hinterm Ohr eine rote Schwellung ist
- wenn es ihrem Kind nachdem es schon Schnuofen hat, plötzlich schlechter geht oder Fieber bekommt

TIPP:
- Geben sie ihrem Kleinkind die Schoppenflasche nicht im Liegen, weil dadurch die Flüssigkeit sich im Hals stauen kann und Krankheitserreger begünstigt.
- Gewöhnen Sie ihrem Kleinkind von Anfang an, draussen ein Mützchen oder Stirnband zu tragen.